Mobilität in Konstanz

     
 

Verkehr hat Auswirkungen auf die Umwelt und die Gesundheit des Menschen. Wir setzen uns für mehr Raum für Menschen statt Autos und eine nachhaltige, klimagerechte Mobilität ein, die niemanden auf der Strecke lässt. Das ist unsere Idee von einer sanften Verkehrswende. Wir wollen Anreize für den Umstieg setzen. Dazu brauchen wir eine bessere Infrastruktur für Fußgänger und Radfahrer und auch der ÖPNV muss weiter ausgebaut werden.

 
     

Lebensqualität und Klimaschutz nur mit nachhaltiger Mobilität

Eine nachhaltige, klimagerechte Mobilität bedeutet für uns die Stärkung des Fuß- und Radverkehrs sowie des öffentlichen Nahverkehrs. Das muss einhergehen mit flächendeckender Veränderung des motorisierten Individualverkehrs, z.B. durch neue Angebote wie Shuttles und Raum für P&M (Parken & Mitfahren). Auch Carsharing ist eine zeitgemäße, wirtschaftliche und platzsparende Art der Autonutzung, die durch die Bereitstellung von mehr Stellplätzen verstärkt gefördert werden soll.

Mehr Spielstraßen, verkehrsberuhigte Zonen in Wohn- und Neubaugebieten, beispielsweise Hafner und Siemens und eine autofreie Innenstadt innerhalb des Altstadtrings und in Stadelhofen erhöhen die Lebensqualität in der Stadt ebenso wie flächendeckende Tempo 30-Zonen. Das C-Konzept muss jetzt umgesetzt werden und die Mittel im Haushalt bereit gestellt werden.

Nachhaltige Mobilitätskonzepte sollen auch bei der Wohnraumvergabe eine Rolle spielen. Die Vermietung von Wohnungen der WOBAK soll auch ökologische Vergabekriterien beinhalten. So kann belohnt werden, wer beispielsweise auf die Nutzung eines privaten PKW verzichtet (Wohnticket).

 

Autofreie Innenstadt

Fußgängerzonen und Radverkehrsachsen tragen zur nachhaltigen und klimaneutralen Mobilität bei. Für die Verkehrswende in der Kernstadt setzen wir auf eine Reduzierung des Individualverkehrs (Erhöhung der Parkgebühren), P&R-Plätzen am Brückenkopf-Nord, Planung von zusätzlichen Fahrrad-Stellplätzen, Lieferservice von Einkäufen, sowie Förderung des ÖPNV (z.B. Taktverdichtung, kostenloser Ringverkehr). Mit diesen Maßnahmen kann das Ziel erreicht werden, dass sich Konstanz bis 2030 zu einer klimaneutralen Stadt entwickelt.

 

Bus, Bahn und Wasserbus statt Autoverkehr und Luftprobleme

Wenn das ÖPNV-Angebot der Stadt von noch mehr Bürgerinnen und Bürgern genutzt werden soll, muss dessen Attraktivität weiter gesteigert werden. Dafür brauchen wir den Ausbau des Netzes, den Anschluss aller Bahnhöfe an das Busnetz, kürzere Takte und niedrigere Tarife. Insgesamt muss das Tarifsystem moderner, flexibler und einfacher werden. Für die kurzen Wege in der Stadt brauchen wir einen günstigen Kurzstreckentarif. Dieser soll die Bürgerinnen und Bürger dazu motivieren, auch bei kurzen Wegen auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Außer Handytickets muss es ein elektronisches Kärtle und/oder Fahrkarten geben.

Wir wollen, wie in städtischen Bussen, die kostenlose Fahrradmitnahme auch auf der Fähre.

Weiterhin halten wir unsere langjährige Forderung aufrecht, dass der Sternenplatz zu einem zentralen Umsteigebahnhof weiterentwickelt werden soll.

Langfristig streben wir die Finanzierung des Busangebots über eine Nahverkehrsabgabe an, welche eine kostenlose Nutzung des Busses für alle Konstanzerinnen und Konstanzer ermöglicht. Wir setzen uns gegenüber dem Land für eine entsprechende Prüfung der rechtlichen Rahmenbedingungen ein.

Im Aufsichtsrat der Stadtwerke machen wir uns dafür stark, dass künftig ausschließlich Busse, Schiffe der BSB und Fähren mit alternativen, umweltfreundlichen Antrieben, z.B. Elektromotoren, angeschafft werden. Wir fordern außerdem einen bedarfsgerechten solarbetriebenen Wasserbus.

 

Mehr Fahrradstraßen – jetzt erst recht!

Es ist erfreulich, dass immer mehr Menschen in Konstanz mit dem Fahrrad unterwegs sind. Allerdings stößt die aktuelle Fahrradinfrastruktur an vielen Stellen in der Stadt an ihre Grenzen und muss dringend ausgebaut werden. Das Radfahren muss sicherer, bequemer und schneller werden. Wir setzen uns deshalb für eine fahrradfreundliche Verkehrspolitik und eine Erhöhung der Verkehrssicherheit ein.

Dazu gehören vor allem echte Fahrradstraßen, also Straßen ausschließlich für Radfahrer, wie z.B. in Kopenhagen, die Verlängerung der Fahrradstraße über die Schützenstraße Richtung Schweiz und über die Friedrichstraße in Richtung Universität. Fahrradstrecken und Fahrradwege dürfen nicht im Nichts enden. Der von uns geforderte, hauptamtliche Radverkehrsbeauftragte soll den sukzessiven Ausbau einer gut ausgeschilderten, vernetzten Fahrradinfrastruktur vorantreiben, um das Fahrrad zum Verkehrsmittel Nummer Eins werden lassen. Bei der Entwicklung von Quartieren soll die Infrastruktur für Radfahrer und Fußgänger bevorzugt werden.

Die Stadt benötigt dringend mehr und sicherere Fahrrad-Stellplätze. Diese sollten vor allem an Schulen und an zentralen Standorten zur Verfügung stehen. Daher fordern wir die Schaffung von Fahrradabstellmöglichkeiten in Parkhäusern mit Servicestationen. z.B. in der Dammgasse. Die Verleihsysteme TINK und Konrad sollen im ganzen Stadtgebiet bedarfsgerecht ausgebaut werden. Gleichzeitig brauchen wir eine durchgängige Radwegbeschilderung und die Ganzjahrespflege der Radwege.

 

Fußgängerzonen ausweiten und Übergänge sicher gestalten

Bewegungsarmut führt bei Kindern und Erwachsenen zu Gesundheitsstörungen. Wir setzen uns für die Entwicklung einer Fußverkehrsstrategie ein, durch die mehr und attraktivere Verkehrsflächen für Fußgänger entstehen, die den Spaß am zu Fuß gehen wecken und die Schulwege für unsere Kinder sicherer machen. So soll beispielsweise in der Kreuzlingerstraße die Fußgängerzone bis zum Hauptzoll verlängert werden und in vielen Straßen Zebrastreifen und Querungshilfen die Sicherheit für Fußgänger erhöhen. Fußgängerampeln müssen zugig den Weg für Fußgänger freigeben und die Grünphase darf nicht zu kurz geschaltet sein. Große Kreuzungen wie der Zähringerplatz müssen für den Fußgänger- und Radverkehr sicherer gemacht werden.

Die Schließung des Hauptzolls für den Autoverkehr zeigt, welche Vorteile dies zum einen für die Menschen im verkehrsgeplagten Stadtteil Stadelhofen hat und zum anderen, welche Entwicklungspotentiale sich dadurch für die Innenstadt ergeben.

 

 

Das Thema Mobilität in den Ausschüssen

Haupt- und Finanzausschuss (HFA)

Der Haupt- und Finanzausschuss ist nicht nur für den Haushalt und die Finanzen der Stadt zuständig, sondern auch für die Vergabe von Leistungen, die Wirtschaftsförderung, Städtepartnerschaften, Personal- und Verwaltung, Recht und Ordnung, Feuerwehr und mehr. Im Ausschuss werden Beschlüsse gefasst.

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Technischer und Umweltausschuss (TUA)

Der Technische und Umweltausschuss beschäftigt sich mit allgemeinem Stadtbaurecht, städtebaulichen Wettbewerben und Bauvorhaben, Verkehrsangelegenheiten, Verwaltung der städtischen Straßen, Straßenbeleuchtung, Landschaftspflege und Umweltschutz. Er ist ein beschließender Ausschuss.

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Fragen und Antworten zum Thema Mobilität




Wann wird die Innenstadt verkehrsfrei?

Für die Verkehrswende in der Kernstadt setzen wir auf eine Reduzierung des Individualverkehrs (Erhöhung der Parkgebühren), P&R-Plätzen am Brückenkopf-Nord, Planung von zusätzlichen Fahrrad-Stellplätzen, Lieferservice von Einkäufen, sowie Förderung des ÖPNV (z.B. Taktverdichtung, kostenloser Ringverkehr). Mit diesen Maßnahmen kann das Ziel erreicht werden, dass sich Konstanz bis 2030 zu einer klimaneutralen Stadt entwickelt.